• Home
  • Kontakt
  • Sitemap
  • Suche
  • Hilfe
  • Impressum

Die Geschichte des Hirschberger Schützenwesens

Für manchen Hirschberger Schützenbruder mag es vielleicht überraschend sein zu hören, daß es im Jahre 1665 in Hirschberg bereits zwei Schützengesellschaften gegeben hat, und zwar eine "Amtsbrüderschaft" der löblichen Schützen und gemeinen Handwerker unter dem Patronat des HI. Georg und eine "Bruderschaft" von Jungsschützen bzw. Junggesellen-Schützen, die wir mit REINTGES, BROCKPÄHLER und VIEGENER sicherlich als eine, wenn auch recht eigenständige, Nachwuchsorganisation der Bürgerschützen ansehen dürfen.
Die Amtsbrüderschaft, die wir heute als Bürgerschützengesellschaft bezeichnen würden, erhielt, wie bereits erwähnt, im Jahre 1665 ihre Bestätigung durch Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln (1650 - 1688), und dies ist die Vereinigung, auf die sich die heutige Schützenbruderschaft Hirschberg zurückführt.
Die Quellen belegen eindeutig die Existenz beider Gesellschaften, die bis zum Jahre 1874/75 nebeneinander bestanden, sich dann aber zusammen schlossen, um so die anfallenden Kosten und Arbeiten beim Bau der bereits länger geplanten Schützenhalle besser tragen zu können.

Da die Bürgerschützen ihr jährliches Fest zunächst auf dem Rathaus feierten, erscheint es nicht weiter verwunderlich, daß die sie betreffenden Akten sich heute zum überwiegenden Teil im Stadtarchiv Warstein befinden, wohin sie in preußischer Zeit aus dem Hirschberger Rathaus, wo man sie zunächst praktischerweise aufbewahrt haben dürfte, gebracht worden sind. Ein geringer, aber wegen des Alters der Archivalien nicht unbedeutender Teil liegt noch heute im Pfarrarchiv Hirschberg, während sich beim Schützenverein selbst nur wenig erhalten hat.
Immerhin füllt dieses Material (Protokollbücher und ein erst kürzlich zusammengestellter Aktenordner) aber die Zeit von 1875 bis heute aus. Im Besitz der Bruderschaft erhalten blieben auch zwei Protokollbücher aus dem 18. bzw. 19. Jahrhundert, die Belange der Jungschützen zum Inhalt haben. Beide sind wahrscheinlich erst mit dem Zusammenschluß beider Gesellschaften aus den Händen der Junggesellen, deren jeweiliger Vorstand sie in Verwahrung gehabt haben dürfte, in die der Bürgerschützen übergegangen, und gerade diese beiden tragen in ganz erheblichem Maße dazu bei, die Geschichte der Jungschützen aufzuhellen.